Sunday, 31 August 2014

200 Jahre Königreich Niederlande

Dieses Wochenende war die 4. Veranstaltung von insgesamt 6 zur Feier von 200 Jahren Königreich Niederlande hier in Maastricht. Das Thema war 'Hello World' und damit stand die internationale Zusammenarbeit im Blickfeld.
Das Königreich entstand als Ergebnis des Wiener Kongresses von 1814 bis 1815 zur Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. Belgien gehörte bis 1830 dazu und der König war Großherzog von Luxemburg.
An der Feier teilgenommen haben seine Majestät König Willem-Alexander und ihre Majestät Königin Máxima, sowie ihre Majestäten König Philipe und Königin Mathilde von Belgien, ihre Hoheiten Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg und dann noch unser lieber Bundespräsident Joachim Gauck + Frau. Hier war also ganz schön was los.

Foto: dpa

Es wurde ordentlich gewunken, es gab eine Show mit Musik und Modenschau und diverse Reden. Man konnte alles im Fernsehen oder bei Youtube mitverfolgen oder wenn man Glück hatte einen guten Platz auf dem Markt ergattern. Was ich von ihren Majestäten gesehen habe, war hauptsächlich Hut. Königin Máxima hatte dabei natürlich den Größten.





Parallel dazu war noch das Preuvenement, ein alljährliches und vor allem mehrtägiges Essensfestival. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht hauptsächlich um das Essen ging, das in Häppchen für horrende Preise ausgeteilt wurde, sondern ums Sehen und Gesehen werden. Alles war sehr...fancy. Bis auf die deutsche Schlagerparty Sonntagnachmittag, da gingen alle gut ab.

Ich bin aber überrascht, wieviel hier immer los ist. Maastricht ist echt nicht groß, aber die Innenstadt ist immer voll und hier gibt es soviele Festivitäten, dass man gar nicht hinterher kommt, was überhaupt ansteht.



Thursday, 28 August 2014

1. Days @ UCM



Auch meine UCM Intro Days sind um und oh man, auch sie waren intensiv. Ganz anders als die Inkom, aber gut. 
Es ging darum UCM kennen und überhaupt verstehen zu lernen, was Liberal Arts and Sciences bedeutet und das Konzept von Problem Based Learning (PBL)  zu entdecken. 

Die ganze Uni Maastricht benutzt PBL und ist sehr stolz darauf. Es geht im Grunde darum in den Tutorials die Probleme anhand eines Falls zu verstehen, in der Gruppe aus allen Blickwinkeln zu diskutieren, dabei einfach nur eigenes Wissen einzubringen, Lernziele festzusetzen, dann nach Hause zu gehen, um das Thema in Texten nachzulesen und es dann im zweiten Tutorial der Woche nachzuarbeiten und erneut zu diskutieren. Die Rolle des Tutors dabei ist nur die Gruppe in die richtige Richtung zu lotsen und wenn nötig Hilfestellungen zu geben, aber an sich bestimmt und leitet die Lerngruppe den Unterricht selbst.
Ich freue mich wirklich drauf, bin aber noch ein bisschen skeptisch, besonders was die ersten Kurse angeht. In den Kursen können auch Studenten aus dem zweiten und dritten Jahr sein, die natürlich viel viel mehr Erfahrung mit dem ganzen Vorgehen haben. Klar, das kann für uns von Vorteil sein, aber irgendwie hab ich auch ein bisschen Bammel, dass es dann auch große Wissensunterschiede gibt. Mal abwarten, wie das wird.

Es gab ganz viele Freebies!!

Ansonsten haben wir uns natürlich alle gegenseitig kennengelernt, die ganzen verschiedenen und spannenden Nationalitäten und Hintergründe erkundet und Kurse verglichen. Dienstagabend gab es von UCM aus indonesisches Essen und ich hab meine Ice Bucket Challenge  gemacht (Video auf Facebook).

Das ist sie natürlich nicht, sondern nur ein liebevoller Hinweis, dass ich sie noch vor mir habe.


Ich bin gespannt, wie dann der Alltag wird!

Sunday, 24 August 2014

Inkom - Das war los.

Die Inkom ist zu Ende. Endlich?
So schön, aufregend, witzig, neu und interessant sie auch war, vor allem war sie anstrengend. Veranstaltungen von morgens bis, umm, morgens und natürlich will man ja auch überall dabei sein. Gesichter müssen Namen zugeordnet werden, Nationen, Studiengänge, ein konstanter Informationsfluss bis dir irgendwann dein eigener Namen schon nicht mehr einfällt. Und bei allem natürlich das Lächeln nicht vergessen.

Aber hey, die Woche war der Wahnsinn und wir werden sie ganz bestimmt nicht so schnell vergessen.

1. Tag: Registrierung

Das Morgen-/Nachmittagsprogramm bestand hauptsächlich aus Veranstaltungen mit denen wir Maastricht, die Uni, das Sportprogramm, das kulturelle Leben, alle möglichen Organisationen und natürlich die Verbindungen kennenlernen sollten. Abends, welch eine Überraschung, waren zig Partys am Start. Dienstag und Freitag waren die ganz großen Partys, die von der Inkom organisiert und mit einem Pub Crawl eingeläutet wurden und an allen anderen Tagen waren nach den eigentlich Veranstaltungen die After-Partys von den Verbindungen.

Verbindungen haben eine hohe Stellung in Maastricht. Zum Feiern kann man an sich nur in Pubs und daneben machen nur noch die Verbindungen große Partys. Außerdem kommst du so natürlich schnell in einen großen Freundeskreis. Die größten und ältesten Verbindungen sind SV Circumflex, SV KoKo und MSV Tragos. Daneben gibt es dann noch internationale und religiöse Verbindungen, Sororities und Fraternitities (Schwestern- und Bruderschaften) und natürlich die Sportverbindungen. 

Ich hatte eine zeitlang überlegt Saurus beizutreten. Das ist die größte Sportverbindung und es dreht sich alles um Rudern, was mich wirklich gereizt hätte, aber nee. Ich muss mich zu sehr binden und irgendwie war mir das dann alles zu doof. Ich lass hier erstmal alles auf mich zukommen, obwohl es echt eine große Chance gewesen wäre vernünftig Niederländisch zu lernen.

2. Tag: Festival - Meine Schwestern. :-)

Die Woche war wirklich super, aber oh man, wie hab ich gestern und die letzte Nacht genossen, wo ich endlich mal vernünftig Schlaf bekommen habe und zur Ruhe kommen konnte. Jetzt hab ich aber noch soviel organisatorisches vor mir liegen, muss richtig in Maastricht ankommen und morgen geht's schon mit den Intro Days von UCM weiter. 



Monday, 18 August 2014

INKOM

Bis zum 22. ist bei mir INKOM, die Einführungswoche der Uni Maastricht. Das diesjährige Thema lautet: Enjoy the ride. Eigentlich ein schönes Bild, nicht nur für die kommende Woche, sondern auch für Uni. Das Leben ist bekanntlich ja eh eine Achterbahn, da kann man die Fahrt auch genießen. Gerne natürlich auch mit ein wenig Adrenalin, aber bitte ohne die Kotztüte.

Heute ist erstmal die Registrierung und mir wird ein Mentor und eine Gruppe zugewiesen, mit der ich dann die nächste Woche verbringe. Daumen drücken, dass es tolle Leute sind!
Abends ist dann das große Opening. Kennt man, große Reden, viel trara und alle versprechen sich, dass es eine unglaubliche Zeit wird - wodran ich natürlich auch nicht zweifle. Ich bin gespannt, was auf mich zu kommt.





Sunday, 17 August 2014

Bonjour!

Nach den ganzen Reisen Übersee stand als kleiner Sommerurlaub Frankreich auf dem Plan. 


Gefühlt war ich schon so so oft in Frankreich. Besonders in der Bretagne und der Normandie, weil das neben ein paar Ausnahmen irgendwie unser top Familienreiseziel ist.

Dieses Jahr ging es in den Nordwesten der Bretagne, an die côte granite rose, die am Ärmelkanal liegt. Vor rund 3 Millionen Jahren ist hier ein Vulkan ausgebrochen, aber nicht doll genug um Lava weit zu spucken. Diese erstarrte Lava ist im Laufe der Jahre gebrochen und hat damit diese einzigartige Felsformation gebildet. Rosa Granit gibt es ansonsten nur noch auf Korsika und China.




Blick auf den Leuchtturm Men Ruz


Zwischen Perros-Guirrec und Ploumanach zieht sich auf 6km der alte Zöllnerweg an der Küste entlang und präsentiert ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit unglaublich großer Artenvielfalt. Also es wirklich echt richtig schön da!


Vogelkolonien auf eine der sieben Inseln (les sept îles)

Cormorane

Traditionelle bretonische Tracht


Thursday, 14 August 2014

Klappe, die 1.


Irgendwie habe ich Gefallen daran gefunden meine Gedanken und Erlebnisse als Blog festzuhalten. Das lässt die Erinnerungen immer wieder neu aufleben und ich verarbeite, was passiert. 
Meinen Reisedurst habe ich für die nächste Zeit gestillt (hmh, möglicherweise) und in meinem Fokus liegt jetzt voll und ganz Uni.

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Ich freue mich auf Uni. Ich freue mich darauf, mich freshmen 2014 nennen zu dürfen. Und ich freue mich auf das Lernen. Im letzten Jahr hatte ich viele Momente, wo ich mir dachte: „Oh Rieke, es fehlt etwas. Du brauchst Input. Du brauchst Gedankenmaterial, eine Herausforderung. Sei es eine hitzige Diskussion, ein interessantes Gespräch oder auch nur die Fetzen eines inspirierenden Gespräches, dass ich mit anhören darf.“ Und damit will ich nicht sagen, das mich das Reisen nicht gefordert hat. Oh nein, das hat es definitiv und man lernt viel mehr über das Leben, als das man es jemals in Uni oder Schule lernen könnte. Und doch… und doch hat es mir gefehlt mich mal hinzusetzen und bewusst zu lernen. Einen bestimmten Tagesablauf zu haben. Mich zu zwingen an etwas zu arbeiten. Lernen ist für mich generell ein steter Prozess. Wir lernen nie aus und es wäre auch schlimm, wenn wir es machen würden. Gefällt dir das Fach oder das Thema fällt es auch auf einmal furchtbar leicht. Es ist kein müssen mehr, es ist ein wollen. Thomas L. Friedman, Journalist und Globalisierunsgkritiker, hat in seinem Buch „The world is flat“ die These aufgestellt, dass Neugierde und Leidenschaft größer sind bzw. einen weiter bringen, als pure Intelligenz. In vielen Sachen war ich uneinig mit ihm, aber hier stimmte ich ihm voll und ganz zu.


Diesen ersten Eintrag möchte ich dazu nutzen mir ein Versprechen abzunehmen. Oder will ich es eher als Vorsätze sehen. Es kann auch eine Art Mantra sein oder eine Ermunterung. Egal, wie auch immer ich es nenne, ich möchte immer wieder auf diesen ersten Eintrag zurück kommen, in guten, wie in schlechten Zeiten, und mir in Erinnerung rufen, was ich mir vorgenommen habe.



1. Was du anfängst, führst du zu Ende. (Ganz wichtig, weil große Schwäche.)

2. Manchmal scheint alles unmöglich, dabei ist es das nicht. Atme durch und fang noch einmal an.
3. Du bist stark.
4. Hinsetzen und Arbeiten!
5. Dabei aber nicht zu ehrgeizig sein.
und als letztes und wichtigstes: 
6. Enjoy life. Embrace it. It's all yours.

Es scheint lächerlich, sich das alles aufzuschreiben, dabei finde ich es viel eher vorausschauend. Ich kenne mich und weiß, wo meine Schwächen liegen. Ich weiß auch, wo meine Stärken liegen und jetzt liegt es nur noch an mir sie zu nutzen. Jedenfalls bilde ich mir ein, so einiges über mich zu wissen. Überraschungen kommen ja bekanntlich doch immer wieder. 
Wer weiß, was mich jetzt erwartet. Es wird spannend und ich hoffe wirklich, dass ich den Blog durchziehe. Für mich. Als neues Projekt. Dabei wird dieser sicherlich nicht so fremd und aufregend, wie mein letzter. Keine weit entfernten Abenteuer, meilenweiten Strände oder exotischen Tiere. Dafür 100% Ich und was ich draus mache. Und wenn es mir hier mal zu trist und grau wird, weiß ich, an welche Orte ich mich träumen kann.
Auf das drei weitere, wundervolle Jahre bevorstehen.

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