Wednesday, 29 October 2014

Neue Period, neues Glück

Neue Period, neues Glück. Die letzte war anstrengend und das wird diese auch, ich bin aber trotzdem schon ganz gespannt. Es ist toll, dass zu machen, was einem Spaß macht und wodran man Interesse hat. Als meine nächsten Kurse habe ich mir Political Philosophy und Sustainable Development ausgesucht und damit mach ich endlich das, worauf ich mich fokussieren will, Nachhaltigkeit. Ich hoffe wirklich, dass es so wird, wie ich es mir vorgestellt habe und dass ich nicht auf einmal das Interesse verliere. Zudem stehen noch ein paar andere Projekte an, die hier auch noch zur Sprache kommen. Ich komme zwar nicht wirklich dazu neben der Uni hier was zu schreiben, aber für eine Woche werde ich hier wieder ganz aktiv (Ich weiß, ich schreibe wirklich unregelmäßig).
Ach, ich fühle mich pudelwohl hier in Maastricht. Wäre ganz schön mal wieder nach Hause zu kommen und eine leckere Lasagne vorgesetzt zubekommen (ja, dass vermisse ich am Meisten), aber sieht schlecht aus. Aber falls mich irgendwer besuchen möchte, gerne! Statt Lasagne ist auch ein Kuchen ok, ich hab leider keinen Ofen.

Thursday, 23 October 2014

World Day against the Death Penalty

Am 10.Oktober war der Tag gegen die Todesstrafe (offiziell: World Day against geh Death Penalty) und wir haben von Amnesty International eine kleine Aktion auf dem Vrijthof gestartet. Zuallererst ein paar kleine Fakten zur Todesstrafe: Die Todesstrafe existiert noch in 57 Länder, während inzwischen 97 Länder sie schon verbannt haben. Zu den größten Vollstreckern gehören China, Iran, Irak, Saudi Arabien und die USA, wobei die Todesstrafe in China geheim abgehalten wird. Kriminelle Vergehen für die die Todesstrafe ausgeführt wird, sind beispielsweise Vergewaltigung, Raub, durch Drogen verursachte Delikte und Seitensprung.
Todesstrafen sind in keinem Fall gerechtfertigt, ohne Ausnahmen. Amnesty International lehnt die Todesstrafe vollständig ab, ganz egal unter welchen Umständen, der Schuld des Straftäters oder den verschiedenen Methoden. Die Todesstrafe verletzt das Recht zu leben und ist die grausamste und unmenschlichste Bestrafung.



Ein Reporter von Breaking Maas hat ein paar gute Fotos gemacht und einen tollen Text geschrieben, den ich mal wieder teilen möchte. Lohnt sich auch allein schon, um die Bilder anzugucken. Hier klicken.

Sunday, 19 October 2014

Reflectionweek

Heute möchte ich ein paar Worte von einem unserer Profs mit euch teilen. Die ersten 7 Wochen sind um und damit meine erste Period. Ich habe erwartet, dass es anstrengend wird, aber mir war nicht klar wie anstrengend. Aber es ist jetzt vorbei, meine Examenwoche ist vorüber und ich muss gerade nur noch nebenbei ein Essay zu Ende schreiben, bevor ich ganz in meine 'Ferien' eintauchen kann. UCM hat eine Woche vor allen anderen Fakultäten Examen und dann eine Woche frei, während die anderen noch wie verrückt büffeln. Die Woche heißt Reflectionweek und jeder soll sich etwas Suchen, worüber er oder sie reflektieren will. Im Grunde kriegen wir einfach endlich mal die Chance nach Luft zu schnappen und unsere Batterien aufzuladen.
Unser Philosophie Professor schreibt uns nach jeder Period einen kleinen Text, der uns motivieren und anregen soll und es auch wirklich tut. Ich jedenfalls finde ihn unglaublich stimulierend. Mir wurde bewusst, wie sehr ich diese Woche verdient habe und dass ich sie wirklich nutzen muss. 
Der Text ist etwas länger und auf Englisch, aber er lohnt sich, auch wenn man nicht mehr studiert, weil man doch mal Stillhalten und in eine andere Welt fallen muss, um mehr von der Realität wahrzunehmen.
Hier also, mit einem großen Dank an Teun Dekker:

"With exam-time over and paper writing coming to an end, a well-deserved reflection week is upon us once more. For while education is generally awesome, it can also be disillusioning. Learning how the world works is, in large part, learning how the world doesn’t work the way you thought it did. Awesome hypotheses get falsified, that great idea you had for a paper doesn’t quite work out, and the beliefs you had get criticized into oblivion. What started off as an exhilarating song, dies. We call this practice of idea-cide critical thinking, and while it is the essence of academic life, it really hurts. Yes, you are now smarter than you were 7 weeks ago, but a way of looking at the world that was somehow comfortable and exciting has been lost. Sadder but wiser, we move on.

There are of course many wonderful things to do during reflection week to help with the mourning. But my suggestion would be to loose yourself in a glorious work of fiction. Whether it’s a great novel, a monumental movie, or a magnificent play, nothing is quite as reaffirming as escaping this place called “the real world”, and exploring a made-up world, existing only in the mind. 
Of course, in many parts of academia, fiction has a bad reputation. What we care about is knowing, with scientific certainty, how the world really works. We do experiments, conduct research, look up sources and references, and our footnotes prove that what we are saying is no fantasy, no careless product of wild imagination, but a matter of undeniable fact. We read books about history, economics, nature or even philosophy, always with a view to figuring out how things actually are. Sure, we might occasionally read a novel, but as a fun diversion, in between reading serious things that really matter.
But only thinking about the fiction of the facts can make us forget the facts of the fiction. Works of human imagination are not about how the world is, but how it could be. Truly great fiction is artificial yet plausible. You know it’s not how things really are, but you believe it anyway. No empirical data, logical contradiction or teacher’s red pen can make a dent in that world. So when we read or watch fiction, we learn to suspend our disbelief, and expand our imagination, our sense of the possible. We can make that critical voice shut up for a while. And when we can get it to quiet down, we are suddenly open to new ways of looking at the world. Suddenly, one possibility leads to next, and the next, and next. We no longer see things that are and ask why, we see things that never were, and ask why not. Ideas, theories, concepts, hypotheses, they once more become songs. No doubt they too will one day prove inadequate, and be silenced. But so what? Without illusions, there is nothing to falsify, and hence no learning. 
So, go on singing."

Ich geh dann mal, in der Hand eine dampfende Tasse Tee, schmökern und mich in ein Buch vertiefen.